Claudia Fest: „Spannende Zeit im Bundestag!“

Eine engagierte Gewerkschafterin hospitiert im Abgeordnetenbüro

„So nahe am politischen Geschehen dran sein zu dürfen war schon ein besonders Erlebnis“, sagt Claudia Fest begeistert. Anfang November durfte sie als Gewerkschafts-Juniorin einen Blick hinter die Kulissen des politischen Geschehens rund um den Bundestag in Berlin werfen.

Büro Bernd Westphal

Claudia Fest mit Bernd Westphal, MdB Claudia Fest mit Bernd Westphal, MdB

Was für eine Woche! Hier ein Auszug aus ihrem engmaschig gehaltenen Terminkalender:

  • Kennenlernen der Abgeordneten in ihren Büros
  • Fraktionssitzung
  • Bundestagesitzung
  • Gespräch mit Klaus Barthel, MdB, dem Bundesvorsitzenden für Arbeitnehmerfragen in der SPD (AfA)
  • Teilnahme an der Fraktionssitzung der SPD-Bundestagsfraktion
  • Teilnahme an einem Gespräch über Leiharbeit
  • Teilnahme an Ausschusssitzungen des Deutschen Bundestages
  • Gespräch mit Thomas Oppermann MdB, Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion
  • Diskussionsrunde mit Andrea Nahles, Bundesministerin für Arbeit und Soziales
  • Gespräch und Diskussion mit der Ersten Parlamentarischen Geschäftsführerin Christine Lambrecht MdB 

Claudia: „Ich habe eine Woche im Büro des Abgeordneten Bernd Westphal hospitiert. Der MdB ist Sprecher des Ausschusses für Energie und Wirtschaft. In diesem Zusammenhang hatte ich die Möglichkeit mit ihm auch an einer spannenden Veranstaltung in der britischen Botschaft teilzunehmen.“

Für die 25jährige aus Eisenhüttenstadt, die in Potsdam den Bachelor Betriebswirtschaft, Politik und Verwaltungspolitik macht, war es zwar der intensivste, aber nicht der erste Ausflug in die Politik: Die gebürtige Brandenburgerin hat Industriekauffrau bei der E.DIS AG gelernt und ist seit Beginn der Ausbildung in der IG BCE-Jugend politisch aktiv. Und: Sie hat schon mal ein Praktikum im amerikanischen Kongress in Washington D.C. absolviert. 

dazu: http://www.igbce.de/stipendium-amerika/111592?highlightTerms=claudia,fest

Zurück nach Berlin. Was hat sie besonders beeindruckt? Claudia: „Eigentlich alles. Das Wahnsinns-Programm, das die Politiker absolvieren und in wie vielen Themenbereichen sie sich auskennen müssen. Hut ab vor diesem Job, der besonders viel Disziplin abverlangt und wo das Privatleben oft zu kurz kommt“.

Was noch?

Claudia lächelt: „Wie manche ihre Politiker ihre Reden im Bundestag rüberbringen und diverse Zwischenrufe verkraften. Manche bleiben dabei ganz entspannt. Das könnte ich gar nicht. Das müsste ich auf jeden Fall üben“.

Claudia – und 60 weitere Hospitanten aus ganz Deutschland, davon sechs von der IGBCE – wurden von allen Politikern und deren Mitarbeitern sehr freundlich und professionell aufgenommen. Sie standen jederzeit für Fragen und Antworten zur Verfügung und ab und zu wurde zu Mittag in der Kantine auch mal ein privates Wort ausgetauscht.
Claudia Fest: „Ich möchte mich an dieser Stelle bei allen bedanken, aber ganz besonders bei Bernd Westphal und seinem kleinen Team, die mich geduldig in ihre Arbeit einbezogen haben und trotz mancher hektischen Minuten immer ruhig geblieben sind!“

Bernd Westphal hat selber früher hauptamtlich für die IG BE gearbeitet und ist daher in den Themen, die Claudia in ihrer Gewerkschaftsarbeit bewegen, bestens informiert. Claudia vertritt die IG BCE-Jugend sowohl auf Bezirks-, und Landesebene als auch im Bundesjugendausschuss und konnte für Ihr weiteres Engagement sehr viel in dieser einen Woche mitnehmen. 

Ob die engagierte junge Frau später in die Politik gehen möchte? „Diese Woche hat einige sehr interessante Einblicke gewährt, jedoch zum jetzigen Zeitpunkt sehe ich mich nicht in der Politik, aber man soll ja bekanntlich nie 'nie' sage.  Ich könnte mir jedoch vorstellen, eventuell als Mitarbeiterin für einen Abgeordneten/ eine Abgeordnete im Bereich Energie Wirtschaft für einen gewissen Zeitraum zu arbeiten.“

Aber erstmal muss Claudia noch zwei Semester bis zum Bachelorabschluss studieren, würde aber gern den Master anschließen.  In ihrer Freizeit spielt sie zur Entspannung in einer Mannschaft Volleyball und freut sich, in den Semesterferien snowboarden zu gehen.

Gibt es für sie ein politisches Vorbild? Claudia: „Ich habe kein wirkliches politisches Vorbild, würde aber sagen, dass ich Helmut Schmidt für seine politischen Entscheidungen, seinen Sachverstand und Intellekt und vor allem sein unglaubliches Charisma bewundert habe. Es war daher für mich ein merkwürdiger Zufall ausgerechnet während unserer Teilnahme an der SPD-Fraktionssitzung von seinem Tod zu erfahren“.

Passend zur Abrundung der Hospitanzwoche gingen am Schlussabend alle sechs jungen Teilnehmer in die Distel, dem politischen Kabarett in Berlin. Auch der Titel passte: „Einmal Deutschland für alle!“. Ob wir hier eben mit der zukünftigen Kanzlerin gesprochen haben? Claudia lacht: „Definitiv nein. Ich habe Hochachtung vor diesem Amt und der Verantwortung, die damit einhergeht, könnte mir das für mich aber nicht vorstellen!“

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