• 11.10.2016
  • Medieninformation
IG BCE: „Wir starten mit großem Vertrauen in die neue Firmen-Ära!“

Eigentümerwechsel im Lausitzer Braunkohle-Revier: Aus Vattenfall wird LEAG

IG BCE: „Wir starten mit großem Vertrauen in die neue Firmen-Ära!“

Am Dienstag, den 11.10.2016, wurde in Cottbus der neue Aufsichtsratsvorsitzende,  der Vorstandsvorsitzender und der neue Firmenname LEAG präsentiert. Der tschechische Energieversorger  EPH (Energetický a Průmyslový Holding) hat die Braunkohle-Sparte des schwedischen Konzerns Vattenfall  übernommen.

Unter den ca. 8 000 Beschäftigten herrscht nun spürbare Erleichterung, dass die endlos lange Phase der Unsicherheit im Verkaufsprozess  beendet ist.

Petra Reinbold-Knape, Mitglied des geschäftsführenden Hauptvorstands der IG BCE und stellvertretende AR-Vorsitzende: „Es ist gut für die Beschäftigten, das Unternehmen und die gesamte Region, dass wir mit EPH wieder einen Eigentümer haben, der nicht irgendwie aussteigen will, sondern ein unternehmerisches Interesse an der Braunkohle entwickelt!“

Gibt es doch in der Lausitz alle Voraussetzungen, einen langfristig wichtigen Beitrag zur Energieversorgung Deutschlands zu leisten – ohne auch nur einen Euro an Subventionen, aber mit einer ganz hervorragenden Belegschaft, mit enorm gut qualifizierten Frauen und Männern, die zuverlässig Leistung bringen.

Oliver Heinrich, Landesbezirksleiter Nordost: „Wir haben hier ein Unternehmen, das von gewerkschaftlicher und betrieblicher Mitbestimmung geprägt wird, von guten Tarifverträgen und anständigen Arbeitsbedingungen. Das bleibt auch mit EPH als neuem Eigentümer so. Wir starten mit großem Vertrauen in die neue Firmen-Ära. Bis 2020 sind betriebsbedingte Kündigungen ausgeschlossen. Das ist ein wichtiger Beitrag zur Verlässlichkeit der Arbeitsverhältnisse in einer Zeit, in der es in der Energiewirtschaft drunter und drüber geht!“

Die IG BCE appelliert an die Politik, der Lausitz keine weiteren Sonderlasten aufzubürden. Auch in der Klima- und Energiepolitik muss es vernünftig und gerecht zugehen.

Petra Reinbold-Knape: „Wir bringen mit der Sicherheitsbereitschaft schon einen zusätzlichen und wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Das hat der Bundestag erst im Sommer beschlossen. Im Gegenzug darf erwartet werden, dass der Gesetzgeber jetzt auch für verlässliche Rahmenbedingungen in der Energiepolitik sorgt.“

Oliver Heinrich: „Jetzt ist es notwendig, dass in unserer Gegend endlich wieder Ruhe einkehrt. Immerhin kommt jede zehnte in Deutschland verbrauchte Kilowattstunde Strom aus der Lausitzer Braunkohle. Seit mehr als einem Jahrhundert wird sie in den Tagebauen der Region gefördert. Wir wünschen uns mehr Respekt von den Menschen, vor den Arbeitern und den Familien, die hier zu Hause sind, hier leben und hier arbeiten. Und hier glücklich sind!“

So will der tschechische Konzern auch das Engagement im sozialen, kulturellen und sportlichen Bereich hier fortsetzen und den Hauptsitz in Cottbus belassen. Heinrich: „Das ist ein wichtiges Signal für die Region und für Cottbus. Deshalb bleiben wir vernünftig, und davon lassen wir uns auch durch lautstarke Belästigung nicht abbringen oder durch irgendwelche Schwarzbücher. Weil wir die besseren Argumente, unsere Mitglieder und die ganze Region hinter uns wissen!“

JA, die Energiewende kommt.

NEIN, wir machen das nicht so, dass hier eine ganze Region zum Teufel geht.

 

 

 

 

 

Pressekontakt:
Karin Aigner, Pressesprecherin IG BCE Landesbezirk Nordost
Tel.: +49 30 27 87 13-3; Mobil: +49 172 45 01 515, media-nordost@igbce.de

 

 

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