KEINE BEWEGUNG BEI ARBEITGEBERN

VERHANDLUNGEN VERTAGT

Am Montag, dem 21.11.2016, fand in Potsdam die erste Verhandlungsrunde zum gekündigten Manteltarifvertrag der chemischen Industrie (Ost) statt. Wir als IG BCE fordern darin eine Arbeitszeitverkürzung von 90 Minuten und tarifliche Regelungen zum Thema „ständige Erreichbarkeit“.

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Tarif-Kampagne "Keine Zeit zu verschenken"

In der ersten Tarifverhandlung konnten wir mit den Arbeitgebern keine Einigkeit erzielen. Die Arbeitgeber haben sich inhaltlich zwar nicht völlig versperrt, haben aber auch kein Angebot vorgelegt, sondern die von uns geforderte Arbeitszeitverkürzung kritisiert.

Die Verhandlungskommission unter Leitung von Peter Hausmann und Oliver Heinrich hat hingegen noch einmal die grundsätzliche gewerkschaftliche Position deutlich gemacht:
• Reduzierung der Arbeitszeit um 90 Minuten/Woche
• Höhere Attraktivität für Schichtarbeit schaffen
• Verstärkt Arbeitszeitflexibilisierung über das gesamte Leben denken!

IG BCE-Verhandlungsführer Peter Hausmann sagte nach den Verhandlungen: „Wir haben heute zwar keine Fortschritte erreicht. Wir stimmen aber zweifelsohne darüber überein, dass wir attraktive und flexible Modelle für Schichtarbeit und tarifliche Optionen für lebenslanges Arbeiten brauchen!“

Wie das konkret aussehen kann, soll in einer gemeinsamen technischen Kommission behandelt werden. Die Verhandlungen werden am 2. Februar 2017 fortgesetzt.

Für uns als IG BCE ist jetzt wichtig: Wir müssen die kommenden Wochen nutzen, um in den Betrieben unsere Forderungen zu unterstreichen. In Diskussionen mit den Kolleginnen und Kollegen in den Pausen, beim Mittagessen oder auf Betriebsversammlungen müssen wir gemeinsam deutlich machen: Moderne Arbeitszeiten können flexibel und attraktiv sein, aber sie sind für die Arbeitgeber nicht zum Null-Tarif zu haben! Und je stärker wir in den Betrieben organisiert sind, umso deutlicher können wir unsere Positionen vertreten.

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