Unternehmen boykottiert weiter konkrete Tarifverhandlungen

Globalfoundries bleibt stur - was plant die Gewerkschaft?

Genug ist genug! Nun reißt auch der eher sonst friedfertigen IGBCE Nordost der Geduldsfaden und sagt Globalfoundries (GF) in Dresden den Kampf an.

Nachdem am 26. Februar nach monatelangen Bemühungen der Gewerkschaft zur Aufnahme von Tarifverhandlungen auch der letzte Gesprächsversuch gescheitert ist, werden seitens der IG BCE nun Arbeitskampfmaßnahmen vorbereitet.


Hintergrund: Globalfoundries ist nicht bereit sich für konkrete Tarifverhandlung mit der Gewerkschaft an einen Tisch zu setzen und sich auf sozialpartnerschaftlichem Weg von Vorteil und Sinnhaftigkeit eines Tarifvertrages überzeugen zu lassen.


Die Geschäftsleitung von Globalfoundries sieht nach wie vor keinen Bedarf für einen Tarifvertrag und behauptet, dass die Mitarbeiter höchst zufrieden sind.


„Das ist eine kühne Behauptung“, sagte Oliver Heinrich, Verhandlungsführer und Landesbezirksleiter Nordost, „scheinbar kann nur ein starkes Zeichen helfen den verfassungsrechtlichen Anspruch der Beschäftigten auf einen Tarifvertrag durchzusetzen. Globalfoundries strebt eine Branchenlösung zur Ausschaltung der Tarifkonkurrenz an, will aber mit diesem Vorschlag unsere Mitglieder nur hinhalten!“

Heinrich weiter: „Die IG BCE wird die von allen begrüßte Tarifbindung erstmal über den Weg eines Haustarifvertrages anstreben. Mit diesem Haustarifvertrag soll eine gewisse und seriöse Grundlage für einen Flächentarifvertrag geschaffen werden. Nicht ohne Grund haben wir auch mit unserem letzten Abschluss für die Chemische Industrie abermals bewiesen, dass wir die innovativsten Tarifverträge aushandeln, mit denen wirklich alle Mitarbeiter zufrieden sind“.

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