IG BCE aktuell 6/2018

Kautschuk: In drei Stufen 6,6 Prozent mehr Gehalt

IG BCE und Kautschukarbeitgeber haben sich auf ein Tarifpaket geeinigt, bei dem die Entgelte in drei Stufen um insgesamt 6,6 Prozent steigen. Ältere Beschäftigte haben künftig die Möglichkeit einer Vier-Tage-Woche. Darüber hinaus wird die Arbeitszeit im Osten schrittweise an das Westniveau angeglichen.

Stefan Koch

IG-BCE-Verhandlungsführer Marc Welters (rechts) überreicht symbolisch eine gebackene Sechs, um die Forderung zu unterfüttern.

Das wichtigste Ergebnis der Tarifverhandlungen in der Kautschukbranche ist die stufenweise Anhebung der Gehälter um 6,6 Prozent. Zum 1. Juni 2018 erhalten die Beschäftigten zunächst 2,4 Prozent mehr. Ab dem 1. April 2019 steigen die Entgelte erneut um 2,6 Prozent und die dritte Erhöhung erfolgt am 1. Januar 2020, dann um weitere 1,6 Prozent. Die Vergütung der Auszubildenden steigt ab dem 1. Juni 2018 um 50 Euro.

Für Ältere Beschäftigte wird ab dem 1. Januar 2019 die Arbeitszeitverkürzung von vier auf acht Stunden angehoben. Mitarbeiter ab 63 haben somit die Möglichkeit einer Vier-Tage-Woche, Schichtarbeiter können bereits ab 60 verkürzen. Dies wird zu 50 Prozent vom Arbeitgeber finanziert.

„Nach sehr zähen Gesprächen haben wir uns auf ein gutes Paket geeinigt. 6,6 Prozent mehr – das ist ordentlich. Außerdem sorgen wir mit der Möglichkeit einer Vier-Tage-Woche für mehr Entlastung bei älteren Beschäftigten. Und die längere Arbeitszeit im Osten ist perspektivisch auch passé“, sagt Marc Welters, Verhandlungsführer der IG BCE. Die Arbeitszeit für das Tarifgebiet Ost von derzeit 39 Wochenstunden reduziert sich in drei Stufen. Jeweils ab dem 1. Januar der Jahre 2021, 2022 und 2023 sinkt die Arbeitszeit um 30 Minuten und beträgt somit ab dem 1. Januar 2023 37,5 Stunden in der Woche.

Die Laufzeit des Tarifvertrags beträgt 24 Monate.

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