Tarifrunde 2016 Chemie Ost

Manteltarifvertrag Chemie-Ost Verhandlungen ohne Ergebnis erneut vertagt

MANTELTARIFVERTRAG CHEMIE-OST:
DISKUSSION UM ARBEITSZEITMODELLE GEHT WEITER

Die Tarifverhandlungen zum Manteltarifvertrag Chemie-Ost sind am Donnerstag (02.02.2017) in Potsdam auch in der zweiten Verhandlungsrunde ohne Ergebnis vertagt worden.

Bodo Bastian

Tarifrunde Chemie 2016
02.02.2017
Artikel bewerten
Danke für die Bewertung
Ihre bereits abgegebene Bewertung wurde aktualisiert.

Wir fordern weiter eine Arbeitszeitverkürzung von 90 Minuten sowie tarifliche Regelungen zum Thema „ständige Erreichbarkeit“.
Aber: Die Verhandlungskommission unter Leitung von Peter Hausmann und Oliver Heinrich hat noch einmal die grundsätzliche gewerkschaftliche Position deutlich gemacht:
„Es ist uns heute gelungen, gemeinsam einen spürbaren Schritt in Richtung Rahmenbedingungen für ein modernes, attraktives, tarifliches Arbeitszeitmodell zu machen“, sagte Peter Hausmann nach der Verhandlung. „Die Diskussionen wurden sachlich und konstruktiv geführt. Es gibt aber noch viele Punkte, die konkret ausdifferenziert werden müssen und im Detail eine Herausforderung darstellen!“
Wir brauchen Euch!
Denn wir haben zwar ein gemeinsames Grundverständnis für Änderungsbedarfe bei den Arbeitszeitregelungen erreicht, aber die Positionen sind zum Teil noch weit auseinander. Es ist eine Herausforderung für beide Seiten. Deshalb wird in den kommenden Wochen dafür erneut eine gemeinsame technische Kommission eingesetzt werden. Das Ergebnis aus deren ersten Tagungen war jetzt die Plattform für die zweite Verhandlungsrunde.
In den Betriebs- und Mitgliederversammlungen ist das Thema Arbeitszeit in den letzten Monaten immer wieder thematisiert worden. Das darf nicht aufhören!
Wir brauchen auch in den nächsten Wochen weiterhin die intensive Unterstützung in den Betrieben. Je stärker wir in den Betrieben organisiert sind, desto größer sind unsere Erfolgsaussichten. Sprecht deshalb auch mit Euren unorganisierten Kollegen. In Diskussionen mit den Kolleginnen und Kollegen in den Pausen, beim Mittagessen oder auf Betriebsversammlungen müssen wir gemeinsam deutlich machen: Moderne Arbeitszeiten können flexibel und attraktiv sein, aber sie sind für die Arbeitgeber nicht zum Null-Tarif zu haben!
Die gute Richtung bei unserer 2. Verhandlungsrunde war auch Euer Erfolg.

Danke an alle Kollegen und Kolleginnen, die die 90 Minuten Arbeitszeitverkürzung unterstützt haben.
Oliver Heinrich: „Macht bitte weiter. Die Diskussionen und Aktionen in den Betrieb haben gezeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Lasst uns diesen weitergehen und uns für eine Arbeitszeitverkürzung von 90 Minuten einsetzen!“

Enric Symanzig

Keine Zeit zu verschenken bei BASF

Die Tarifverhandlungen werden am 07.03.2017 in Potsdam fortgesetzt.

Nach oben